Düsselblume

Gärtnern und was mich sonst noch so interessiert...

Samstag, 22. November 2014

Oka - der knollige Sauerklee

Ernte von gestern:




Die oberirdischen Pflanzenteile sehen aus wie Klee, der lange Ranken hat. Ich werde ein paar der Knollen aufheben und sie im März/April nächsten Jahres wieder einpflanzen.

Man kann sie roh oder gekocht essen und sie sind in ihrer Heimat Peru und weiten Teilen Süd-Amerikas sehr verbreitet.

 http://de.wikipedia.org/wiki/Knolliger_Sauerklee







Donnerstag, 13. November 2014

Unser Rheinisches-"Zukunfts"- Café im November

Ein wundervolles "Geschichts"-Café fand im Oktober statt. Wir erfuhren von Beate und ihrem Mann was sich im Rheinland zwischen der Eiszeit bis zu Karl dem Großen zugetragen hat - und werden hoffentlich irgendwann Anfang nächsten Jahres die Fortsetzung erleben.


Bio-Torten, -Mutzen und -Blechkuchen


Dann kam der graue November und diesmal habe ich das Oberthema für unser monatlich stattfindendes Rheinisches Café gewählt....



Programm des November-Cafés


... und es war herrlich: lauter kreative, nette und offene Menschen trafen sich beim Rheinischen-"Zukunfts"-Café-Nachmittag, um sich Gedanken darüber zu machen, wie wir die kommende Zeit im Rheinland gestalten können...


Bei der Planung für den Nachmittag war mein Ansatz folgender: ...alles, was wir uns jetzt vorstellen können, kann auch bald schon Wirklichkeit sein...
...und alles, was wir uns jetzt vorstellen und erarbeiten, wird uns vielleicht in Zukunft einige schmerzhafte Übergänge z.B. wirtschaftlicher Art oder auch die Umwelt betreffend, ersparen!


Im Mittelpunkt stand die Ideensuche und die anschließenden Arbeitsgruppen.


Zuvor gab es einen Vortrag über die Transition Town Bewegung  - der die anschließende Ideensuche, wie wir unsere Zukunft in und um unsere Stadt gestalten wollen, inspirieren sollte.





 
Aus den entwickelten Ideen haben sich dann an diesem Nachmittag vier Arbeitsgruppen gebildet:  Mobilität, Kommunikation, Gesundheit in der Stadt und Gerechtes Wirtschaften.


Sie diskutierten über Ideen, wie das "Bedingungsloses Grundeinkommen" oder die "autofreie Stadt" und in der Abschlussrunde wurden die Ergebnisse mit der großen Runde geteilt.


Die Vorbereitungen

Ganz vertieft habe ich mich während der Vorbereitung für den Nachmittag in die Wege, die die Transition Town Bewegung für den Wandel in ein Nach-Erdöl-Zeitalter entwickelt hat.
Dabei habe ich das Energiewende-Handbuch von Rob Hopkins studiert, war in der Universität Bonn zu einem Vortrag über das Reconomy-Projekt aus der 1. Transition Town Totnes in Süd-England, habe auf der Webseite von Totnes in den Projekten gestöbert und ein Konzept für den Nachmittag entwickelt.


Meine Studien haben mich die genialen Ansätze und Entwicklungen, die sich daraus ergeben, noch besser verstehen lassen.

Bücher zur Ansicht

Erkenntnisse

Es ist möglich!!! Es ist möglich, dass wir mehr tun, als nur unsere Beleuchtung auf Energie-Sparlampen umzustellen und unseren Müll zu trennen, um die Umwelt zu schonen.

Es gibt schon Lösungen - sogar schon einen detailliert ausgearbeiteten Plan.

Inzwischen gibt es sogar schon verschiedene Energiewende-Aktionspläne für die Städte Kinsale in West-Irland, Totnes in Süd-England und einige mehr, die jahrweise vorgeben, welche Schritte nötig sind, um innerhalb von 15-20 Jahren viel weniger Erdöl zu verbrauchen und eine Widerstandsfähigkeit gegen wirtschaftliche Krisen für Städte und Regionen aufzubauen.

Permakultur-Lehrer Rob Hopkins gab seinen Studenten in Kinsale, West-Irland Anfang 2000 die Aufgabe für Kinsale einen Plan zu machen, um es auf das Nach-Erdöl-Zeitalter vorzubereiten. Aus diesem Kurs, der sich zu einem Studiengang über 2 Jahre entwickelte, entstand der Engergiewende-Aktionsplan Kinsale 2021:
Der Plan wurde sogar vom dortigen Stadtrat angenommen.

Den Ablauf des Nachmittag kann man anhand der folgenden Flipchart-Bögen ganz gut nachvollziehen. Und die Linkliste am Ende dieses Posts ermöglicht Einblicke in das, was in der TT-Bewegung ganz aktuell passiert.



Wie wollen wir in Zukunft leben?


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Vortrag
Wie gestaltet die Transiton Town Bewegung den Wandel?
Ein Beispiel: Totnes in England


Wandel der Gesellschaft – warum?


Was sagt die Transition Town Bewegung?

  • das Erdöl wird in Zukunft knapper
  • Klimawandel erfordert Lösungen
  • mögliche wirtschaftliche Krisen


Wandel – wohin?

  • Widerstandsfähigkeit der Städte und Regionen
  • Unabhängigkeit vom Erdöl und anderer nicht nachwachsender Rohstoffe
  • Lebensqualität für die Menschen

  • Bericht aus der Geo
  • http://www.geo.de/GEO/natur/green-living/transition-town-testfall-totnes-63941.html

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TT - Erste Schritte für den Wandel

  • Rob Hopkins, Permakultur-Lehrer, entwickelt ab 2000 mit Studenten in Kinsale, Irland einen Energiewende-Aktionsplan auf kommunaler Ebene für eine Region im Nach-Erdöl-Zeitalter, Schwerpunkt: Co2-Reduzierung und Relokalisierung

  • Rob Hopkins geht 2005 nach Totnes, Süd-England

  • die 1. Transtion Town Totnes entsteht




Anfang in Totnes

  • Totnes ist eine Kleinstadt mit 8000 Einwohnern im Süden Englands
  • Rob Hopkins hält Ende 2005 einen Vortrag über die Aktionen in Irland
  • Die Energiewende-Initiative Totnes entsteht und entwickelt einen Energiewende-Aktionsplan mit detaillierten Jahresplänen bis 2030
      Bereiche
  • Ernährung und Landwirtschaft
  • Gesundheit und Medizin
  • Bildung und Erziehung
  • Wirtschaft
  • Verkehr
  • Erneuerbare Energie
  • Wohnungsbau



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Welche Gruppen und Projekte entstehen? 

Einige Beispiele:

  • Energiewende-Geschichten“ entwickelt positive Visionen für eine Zeit im Nach-Erdöl-Zeitalter und veröffentlicht sie in Zeitungen 
  • dadurch werden neue Werte und Schönheitsideale vermittelt
  • Transition Streets:
  • straßenweise bilden sich Energie-Spar-Gruppen und mehr
  • Nahrungsmittel-Gruppe:
  • Projekt Totnes - die Nussbaum-Hauptstadt entsteht
  • Projekt Privat-Gärten teilen
  • Projekt Unglaublich Essbar – pflanzt Gemüse im öffentlichen Raum
  • Wiedererlernen alter Kulturtechniken
  • Fähigkeiten für die Wandel-Arbeit werden vermittelt: Kurzfilme drehen und präsentieren, Kurse für Gruppenleitung, kreatives Schreiben...
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Wie organisiert sich TT Totnes?



Webseite mit Informationen über Gruppen und Termin (siehe Linkliste ganz unten)

Blog einzelner Aktiver, z.B. Rob Hopkins (siehe Linkliste...)

Vorlesen:
Einladung auf der Totnes-Webseite an die Mitbürger

Transition Training – 2-tägig

uvm.


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Ideensuche
Wie wollen wir in Zukunft leben?
Wir träumen von einer nachhaltigen lebenswerten Stadt


Anregungen:
  • Für mein Wohlbefinden würde ich brauchen, dass...
  • Als Fremdenführer in 20 Jahren durch die ideale Stadt....
  • Berichte jemandem in 20 Jahren, welche schönen Ideen sich inzwischen verwirklicht haben...

mögliche Bereiche:
  • Leben ohne Erdöl, Leben im Alter, Leben ohne Internet, tägl. Leben, menschl. Miteinander, Gemeinschaften, Wohnungsbau, Nahrung, Energie, Abfall, Wirtschaft, Verkehr, Bildung und Erziehung





Die Themen, mit dem meisten Interesse
bilden die Klein-Arbeitsgruppen



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Klein-Arbeitsgruppen


Ideen für die Umsetzung:
  • eine Person bleibt am Tisch
  • Aufzeichnungen machen für die Ergebniswand
  •  jeder kann die Gruppe wechseln
  • ein Sprecher für die Abschlussrunde wird gewählt

Diskussion an den Tischen
20 Minuten


Neue Phase: Praktische nächste Schritte?
ca. 5 Minuten

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Abschluss- und Ergebnis-Runde





Kurz-Vorträge der einzelnen Arbeits-Gruppen


Inspirationen teilen



Nächste Schritte?



Danke für euer Kommen!

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Und hier noch ein Bild von unserem Zwiebelkuchen, kreiert nach einem Rezept aus dem Blog Rheingrün.


Rheinischer Zwiebelkuchen mit sizilianischen Oliven

Ob sich die Gruppen weiter treffen und tatsächlich nächste Schritte Wirklichkeit werden?

Fortsetzung folgt....

Alles Liebe sendet Düsselblume


Quellen für den Vortrag über die Transition Town Bewegung:

Literatur: Das Energiewende-Handbuch, Rob Hopkins
Taschenbuch: 236 Seiten Verlag: ZWEITAUSENDEINS; Auflage: 2., Aufl. (September 2008), ISBN-10: 3861508826, ISBN-13: 978-3861508823

Blog TT Totnes, Süd-England: http://www.transitiontowntotnes.org

Webseite TT England/Blog Rob Hopkins: http://transitionnetwork.org/blogs/rob-hopkins

Energiewende-Aktionsplan Kinsale 2021:

Energiewende-Aktionsplan Totnes 2030: http://totnesedap.org.uk/

Und hier vernetzen sich die deutschen Initiativen: www.transition-initiativen.de

Samstag, 8. November 2014

10 Bäume für die Zukunft

Welche Eigenschaften können Bäume haben, die für die Zukunft besonders wichtig sind?

Im Energiewende-Handbuch, einer Anleitung für zukunftsfähige Lebensweisen von Rob Hopkins, dem Begründer der Transition Town Bewegung, findet man Vorschläge, die beispielsweise folgende Kriterien berücksichtigen:

sie können Nahrung liefern, sie bieten gutes Bauholz, binden Stickstoff, sind stresstolerant für unser Klima der Zukunft (besonders trocken und warm?) und können für Bienen und andere Insekten wertvoll sein....

Vorgeschlagen werden dort Bäume für England von Martin Crawford, dem Direktor des „Agroforestry Research Trust“ in Dartington, Devon (viele Publikationen u.a. www.agroforestry.co.uk). 

Hier sieht man einen Kurzfilm über einen seiner Waldgärten (food forest) in Dartington:

Bei der unten aufgeführten Liste wurden Klima-Veränderungen berücksichtigt. Inzwischen gedeihen viele Obstbäume in England, die früher nur in Frankreich angebaut werden konnten. Die Klimagrenze hat sich um ca. 150 km nach Norden verschoben.


Edelkastanie - natürlich haltbare Pfähle, die Esskastanien liefern Kohlehydrate

Apfelbäume - inzwischen gedeihen in England viele südlichere Sorten

Bambus - mehrjährig, leichter Anbau, Bambussprossen für die Küche, viele weitere Verwendungszwecke siehe Nutzung in Asien

Pflaume - sehr ertragreich, leicht anzubauen

Walnuss - hochwertiges Holz (guter Ersatz für Tropenholz), nusstragende Sorten bieten wirtschaftliche Erträge

Flaumeiche - widerstandsfähig gegen Dürre, gutes Qualitäts-Holz

Erle - stickstoffbindende Wurzelknöllchen, darüber wird Dünger an die Umgebung abgegeben, Windschutz

Kiefer - hochwertiges Bauholz, Terpentin aus Kiefernharz, die Pinie, eine Kiefernart, liefert schmackhafte Kerne

Weide - Windschutz (sie treiben früh aus), Heizmaterial für landwschtfl. Betriebe

Linde - Lindenstämme für nachhaltige Pilzzucht, junge Lindenblätter für Salate, Blüten für Tee

Hier ist noch ein Link zu Martin Crawfords Filmen in einem Videokanal.




Sonntag, 2. November 2014

Eindrücke von der Tiny-house-Konferenz in North Carolina, Amerika

4 Videos zeigen die Inneneinrichtung von winzigen Häusern und Menschen, die sich Gedanken machen, welche Bedeutung sie in unserer Gesellschaft haben können.

100 square feet sind laut Umrechnungs-Tabelle 9,29 Quadratmeter


Link zur Webseite mit allen 4 Videos: http://thetinylife.com/dales-tiny-house-conference-videos/


Tiny house conference No. 1

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